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Ich bin Friedwart Goebels.

Leider habe ich meinen Opa, der Organist war, nicht mehr selbst in Aktion erlebt, aber von ihm habe ich laut Erzählungen meines Vaters, der mir die Begeisterung für Musik im wesentlichen durch sein Vorbild mitgegeben hat, das Interesse an (und vielleicht das Talent für) Improvisation. Eigentlich begleitet dieses freie Spielen meinen musikalischen Weg, solange ich denken kann. Eine Platte des Jazz-Pianisten Erroll Garner, die mir mein Vater (selbst kein Jazzfan) von einer Reise warum auch immer mitbrachte, entfachte in mir die Faszination für Jazz, und seit dieser Zeit habe ich neben meiner Beschäftigung mit klassischer Musik am Klavier (was ich auch später studiert habe) die improvisierte Musik stetig für mich weiter entwickelt. Nicht zuletzt durch mein (erstes) Studium der Literatur und der Politik weitete sich mein Horizont, mein Gefühl für Sprache und das Interesse an Geschichten wuchsen, wie aber auch der Sinn für Lebenswirklichkeit in ihrem Spannungsfeld zwischen Öffentlichem und Privatem. Auf diesem Hintergrund entstanden viele Aktivitäten über die reine Musik hinaus : Bühnenmusik, Straßentheater, Filmmusik, Tanzbegleitung, Improvisationskurse, bis schließlich diese musikalische Offenheit ein ideales Betätigungsfeld in meiner Unterrichtstätigkeit in der musiktherapeutischen Ausbildung an der SRH-Hochschule in Heidelberg gefunden hat, wo ich seit 1989 engagiert bin.

Hier haben sich auch Ennos und meine Wege – zufällig, wie man so sagt – gekreuzt.

Wir entdeckten – über die persönliche Sympathie hinaus – ähnliche Vorstellungen in unserer künstlerischen Arbeitsweise sowie unserm darin verwobenen ‚Anliegen’, und so entstand über die schon zuvor bestehende Zusammenarbeit von Enno mit Mehrdad im ‚Knopfumdrehn’ unser aktuelles Trio. Manchmal improvisiert das Leben eben…